Die Gefahr des Darknets: Wie man unfreiwillig Kinderpornographie verteilt

eigenen darknet exit node betreiben

Jeder der im Internet surft und auch Nachrichten Liest wird irgendwann schon einmal den Begriff Darknet gehört haben, das Internet der Hacker und Pedofielen. In Wahrheit wurde das Darknet für eine ganz andere Aufgabe konzipiert: Es sollte in Ländern, wo die Regierung Zensur betreibt, einen unzensierten Internetzugang ermöglichen. Auch Facebook hat im Darknet eine Seite, damit Menschen in dessen Land Facebook gesperrt ist trozdem einen Zugang bekommen können.

Damit das Draknet funktioniert müssen Freiwillige Nutzer Notes und Exit Notes betreiben. Wenn eine Anfrage an  das Darknet gestellt wird, wird diese an einen weiteren Node weitergeleitet, der diese wiederum an eine Node weiterleitet und die Leitet zu einer Exit Node weiter. Der jeweils vorherige Node weiß nicht von welchen anderen die Anfrage gekommen ist, und so können die Anfragen nicht zurückverfolgt werden.

Das Schiksal eines Exit Nodes Betreiber

Ich beschreibe hier einmal das Schicksal eines Exit Nodes Betreibers, der seinen Erfahrungsbericht im Forum von Golem.de veröffentlicht hat.

Er schreibt er habe im Sommer 2010 etwa ein Viertel Jahr lang einen Exit Node betrieben, nach vielen Wochen kam die erste anfrage eines Hessischen Kommissariats, die IP zu einem bestimmten Zugriff zu nennen wegen eines Ermittlungsverfahrens wegen Betruges. Nur Wenige Monate später Klingelte es an der Tür und Drei vermutliche SEK Beamte beschlagnahmten alle Datenträger,wegen der Verbreitung von Kinderpornographie. Das Kleine Gewerbe ist im Laufe des Verfahrens, und wegen fehlenden Daten gegen die Wand gefahren.

Nach anfangs vielen Wochen Ruhe kam ein Anfrage eines hessischen Kommissariats, die IP zu einem bestimmten Zugriff zu nennen, Ermittlungsverfahren wg. Betruges. Umgehend auf Tor und dessen Log-losigkeit verwiesen und das haben die Hessen wohl verstanden & akzeptiert, kam keine weitere Nachfrage.

Aber es folgte eine weitere…

Anfang Dezember klingelte es dann um 6.20 in der Früh. 3 Grüne, angezogen wie die Ritter mit schussicherer Weste, aber immerhin haben sie nicht mit der Axt angeklopft.
Ermittlungsverfahren wegen Verbreitung kinderpornographischer Schriften, Beschlagnahme aller Datentraeger (5,14″, 3,5″, Zip, CD-Rom, HD, iPod, SD-card) und aller Rechner in meinem Arbeitszimmer, die die Herren als Rechner erkannten.

Quelle:  Golem.de Forum Autor: dp23 Datum: 12.06.15 – 03:01

Auch wenn es diese Person stark getroffen hat und am Ende sogar ein Verfahren wegen der Verteilung von Kinderpornographie am Hals hatte, muss es weiterhin mutige Leute geben die bereit sind Exit Nodes zu betreiben, um unterdrückten Menschen eine Chance auf freie Meinungsäusserung zu geben.

→Einen Tor Netzwerk (Darknet) Knotenpunkt (Node) Einrichten & Erstellen

→Wer sich weiter Informieren möchte, kann sich den Ratgeber von Anwalt.org anschauen.

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